Alma Hoppes Lustspielhaus

Interview mit unseren Schirmherren Jan-Peter Petersen und Nils Loenicker vom Alma Hoppes Lustspielhaus

Lieber Nils, lieber Jan-Peter. Wir freuen uns sehr, dass Ihr uns als Schirmherren unterstützt und uns im Familienhafen e.V. zur Seite steht. Wie seid Ihr eigentlich auf uns aufmerksam geworden und warum habt Ihr Euch für den Familienhafen e.V. entschieden?

Jan-Peter: Wir haben den Familienhafen über eine Benefiz-Veranstaltung kennengelernt, die wir zusammen mit dem Lions-Club Hoheneichen in unserem Theater veranstaltet haben. Wir waren von eurem Engagement spontan sehr beeindruckt und überlegten, was auch wir dafür tun können.

Wenn Kinder lebensverkürzend erkrankt sind und sterben müssen, ist es immer noch ein großes Tabuthema in unserer Gesellschaft. Habt Ihr persönliche Erfahrungen mit dem Thema Tod erlebt oder in der eigenen Familie/Freunde betroffene Familien, die in der Situation sind?

Nils: Ich habe ein stark gehandikaptes Patenkind und bin sein ständiger Begleiter. Darüber habe ich den Vorsitzenden Uwe Sanneck kennengelernt. Durch ihn kenne ich genau die Sorgen und Nöte von lebensnotwendigen Einrichtungen wie dem Familienhafen.

Jährlich macht ihr bei Euch im Lustspielhaus ein Spendenkabarett. Wie kam es zum Spendenkabarett? Wechseln die Kabarettisten jährlich oder gibt es Kabarettisten, die jedes Jahr dabei sind?

Nils: Nun, immer wieder wurden wir als Künstler zu Benefiz-Veranstaltungen eingeladen. Irgendwann haben wir uns gesagt, machen wir doch selber eine, am besten  regelmäßig. Nach dem Motto: Tue Gutes und rede drüber. Für das Spenden-Kabarett gelingt es uns immer wieder prominente Kollegen zu gewinnen. Ob in Hamburg ansässige oder auf Tournee durchreisende Kollegen, wir treffen stets auf ein positives Echo. So können wir jedes Jahr eine künstlerisch sehr attraktive Kabarett-Gala für den guten Zweck organisieren.

In der Trauerbegleitung wird immer wieder erwähnt, dass Trauer und Humor zusammen gehören. Seht ihr das als Kabarettisten ähnlich oder findet Ihr, dass Trauer und Humor nicht zueinander passen?


Jan-Peter: Unser Freund und Kollege Helmut Ruge prägte den Satz: „Nimm dir das Leben, solange du lebst." Das ist ein Satz, der in seiner wortspielerischen Distanz zum Tod gleichermaßen die Nähe zur Lebensfreude ausdrückt. Humor, in diesem Fall das „Trotzdem-Lachen-Können", ist immer ein Zeichen dafür, dass Leben lebt. Nach dem Leben zu greifen und auch lachen zu können, findet im Humor eine positive Entsprechung. Einen Menschen zum Lachen zu bringen, ist zweifellos eine gute Medizin.

Was möchtet ihr als Schirmherren für den Familienhafen e.V. unternehmen? Habt ihr besondere Ziele oder Ideen, die Ihr umsetzen möchtet? Was wünscht ihr dem Familienhafen e.V. für die Zukunft?

Nils: Mit unserer aktiven Schirmherrschaft möchten wir erreichen, dass der Familienhafen und das damit verbundene Thema nicht nur mehr Öffentlichkeit erfährt, sondern auch eine große Anzahl an "Matrosen" (Spendern) und "Lotsen" (Trauerbegleitern) gewinnen kann.



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